Newsletter vom 24.11.2024 "Forschung und Wirkung von OPC"
Liebe Kundin,
lieber Kunde,
eine häufig gestellte Frage an unser Team betrifft den OPC-Gehalt in Aroniabeeren.
Meist besteht eine Unsicherheit, ob das OPC das natürlicherweise in Aroniabeeren enthalten ist als gleichwertig angesehen werden kann wie das Traubenkernextrakt in sogenannten OPC-Kapseln.
Um hier eine gute und neutrale Aufklärung bieten zu können, möchten wir tiefer in das Thema einsteigen und deshalb diesen Newsletter dem OPC widmen.
Was ist eigentlich OPC?
OPC ist die Abkürzung für „Oligomere Proanthocyanidine”, das sind sekundäre Pflanzenstoffe, die von Natur aus in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten sind.
Bei OPC handelt es sich um einen farblosen Bitterstoff, mit dem sich die Pflanzen vor Fressfeinden und Umwelteinflüssen schützen sowie Bakterien- und Pilzbefall abwehren.
OPC, ein Zufallsfund während der Forschung über Tiernahrung.
In den 1940er-Jahren forschte der französische Chemiker Jacques Masquelier an neuen Möglichkeiten zur Fütterung von Nutztieren. In diesem Zusammenhang untersuchte er auch ob das rote Schutzhäutchen der Erdnüsse das bei der Verarbeitung als Abfall zurück blieb dazu geeignet wäre, um es als Tierfutter zu nutzen.
Im Jahr 1948 stellte der Chemiker im Rahmen von Tierversuchen erstaunt fest, dass sich ein Pflanzenstoff in den Erdnusshäutchen befindet, der sich zur Behandlung gegen Erkrankungen von Venen eignet. Masquelier gab dem Stoff den Namen OPC. Durch diese zufällige Entdeckung wurde der Grundstein zur bis heute andauernden Forschung an OPC gelegt.
Jahrzehnte nach seiner Entdeckung hat der Chemiker Jacques Masquelier das erste gefäßschützende Medikament auf der Basis von OPC entwickelt. Seitdem sind Pharmaunternehmen und Hersteller von Nahrungsergänzungsmitteln auf der Suche nach weiteren Pflanzen und Pflanzenbestandteilen, die geeignet sind, OPC daraus zu isolieren.
Wie weit ist die Forschung zu OPC heute?
OPC zählt zu den stärksten, der bis heute bekannten Antioxidantien. Sie sind in der Lage freie Radikale im Körper abzufangen die durch schädliche Umwelteinflüsse, Strahlen-belastung, Stress, Zigarettenrauch, Medikamenteneinnahme, Alkohol- und Drogen-konsum sowie schlechte Ernährung entstehen.
Durch den täglichen Verzehr von OPC-haltigen, pflanzlichen Lebensmitteln können wir uns deren positive Eigenschaften zu Nutzen machen, vorausgesetzt wir essen ausreichend bunte Gemüsesorten, Salate, Obst, dunkel-violette Beeren, Trauben, Nüsse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte, Grüntee, Rohkakao und Kräuter.
OPC wirkt zellschützend, regenerierend, entzündungshemmend, immunmodulierend, gefäßschützend und hat einen positiven Einfluss auf die Herzgesundheit, die Fließ-fähigkeit des Blutes und die Sehfähigkeit.
Industriell hergestelltes Traubenkernextrakt
Für die im Handel angebotenen „OPC-Kapseln“ werden Extrakte aus pulverisierten Traubenkernen oder fein vermahlenen Pinienrinden gewonnen. Bei der Herstellung in einem EU-Land wird die Extraktion unter Einwirkung von Wasser und Ethanol durchgeführt. Kommt das Traubenkernextrakt aus einem nicht EU-Land, wie z.B. China, sind auch Chemikalien und Lösungsmittel bei der Extraktion erlaubt, deshalb sollte immer auf das Herkunftsland der Inhaltstoffe in Kapseln geachtet werden. Auch Konservierungsmittel und Füllstoffe sollten in den Kapseln nicht enthalten sein.
Leider ist die Zusammensetzung auf vielen Produkten für Laien unverständlich angegeben. Ein hochwertiges Produkt sollte präzise Auskunft über den tatsächlichen OPC-Gehalt in Milligramm geben.
Natürliches OPC in Aroniabeeren
Alle Beerenfrüchte beinhalten den Bitterstoff OPC, er ist vor allem in den Schalen und Kernen enthalten. Im Vergleich mit anderen heimischen Beeren, sticht die dunkel-violette Aroniabeere besonders hervor, denn sie enthält den höchsten Anteil des natürlichen Pflanzenstoffes. Im Bio Aroniabeeren Pulver, das aus den Schalen und Kernen gewonnen wird und im Aronia Elixier, aus schonend eingedickten Aroniasaft ist der OPC-Gehalt am höchsten.
Vergleich der OPC-Gehalte in Beeren (mg/100g)
Quelle: Walter Binder, ARONIA Die Powerbeere aus der Eiszeit, VNB Verlag, 83483 Bischofswiesen, 2. Auflage 2017, S.26
Da es sich bei dem OPC in Aroniabeeren nicht um ein Isolat, sondern um das natürlicherweise in Aroniabeeren enthaltene OPC handelt, bleiben auch alle anderen sekundären Pflanzenstoffe und Polyphenole erhalten, darunter die dunklen-violetten, stark entzündungshemmenden Anthocyane. Der Anteil an OPC in Aroniabeeren unterliegt natürlichen, erntebedingten Schwankungen, eine standardisierte Angabe ist daher nicht immer möglich. Nach jeder Ernte lassen wir den OPC-Gehalt in einem unabhängigen Labor neu bestimmen.
Der „mehr Gesundheit für mich“ Tipp
Für OPC gibt keine offiziell empfohlene Verzehrmenge. Naturheilkundlich arbeitende Therapeuten befürworten eine tägliche Einnahme von
1-2 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht,
dabei wird unterschieden, ob OPC im Akutfall, z.B. gegen Entzündungen im Körper (2mg/Kilogramm Körpergewicht) oder zur Prävention (1mg/Kilogramm Körpergewicht) eingenommen werden soll.
Da es keine Studien zur Überdosierung von OPC gibt, können nur Erfahrungsberichte zu Beschwerden nach hochdosierten Einnahmen weitergegeben werden. So wird beispielswiese bei Mengen über 400 mg OPC täglich gelegentlich über Magen-Darm-Beschwerden, Übelkeit und Durchfall berichtet.
Eine ausreichende Versorgung mit natürlichem OPC aus der Aroniabeere ist grundsätzlich möglich.
OPC kann im Körper nicht langanhaltend gespeichert werden. Nach etwa 28 Stunden ist der Pflanzenstoff im Blut nicht mehr nachweisbar. Wer die Vorteile von OPC dauerhaft nutzen möchte, sollte Aronia Produkte in die tägliche Ernährung einbauen.
Produkte aus der Aroniabeere enthalten alle natürliches OPC, der Anteil im Bio Aronia Pulver und im Bio Aronia Elixier ist am höchsten.
Unser Bio Aronia Pulver schmeckt sehr fein in Müsli, Joghurt oder Quark, es kann aber auch zum Kochen und Backen verwendet werden, da OPC bis 220 Grad Celsius hitzestabil ist. 1-2 Esslöffel täglich liefern einen hohen Anteil an OPC.
Das vollmundige Bio Aronia Elixier kann pur oder mit Wasser verdünnt getrunken und als Zugabe in Joghurt, Quark und Müsli verwendet werden. Es eignet sich zum Verfeinern von dunklen Soßen, Pilzgerichten und Blaukraut sowie zum Herstellen von Süßspeisen. Wir empfehlen 1-2 Esslöffel Elixier täglich.
Die Wirkung von OPCs auf Menschen und Tiere wird weiterhin erforscht und bringt laufend neue Erkenntnisse. Aktuelle Informationen zum Forschungsstand finden sich beispielsweise in der Publikation "Antioxidants".