Newsletter vom 05.05.2024 "Eisenmangel"
Liebe Kundin,
lieber Kunde,
wussten Sie, dass fast ein Drittel der Weltbevölkerung unter einer Eisenmangelanämie leiden? Verantwortlich dafür ist ein Mangel an dem essentiellen Spurenelement Eisen, das der menschliche Körper nicht selbst herstellen kann. Es muss über die tägliche Ernährung zugeführt werden, im oberen Dünndarm wird es absorbiert und in den Körper abgegeben.
Eisen ist an allen Stoffwechselvorgängen im Körper beteiligt, unter einem Mangel kann der Körper nicht ausreichend Hämoglobin herstellen, den Blutfarbstoff, der sich in den roten Blutkörperchen befindet. Seine Aufgabe ist es, Sauerstoff zu binden und damit alle Körperzellen zu versorgen. Bei Eisenmangel werden die Organe nicht mehr ausreichend mit Sauerstoff versorgt, darunter leidet auch die Energie. Bleibt ein Mangel dauerhaft unbehandelt, kommt es langfristig zu Blutarmut und Anämie schlimmstenfalls zu einer Eisenmangelanämie.
Eine besondere Rolle spielt Eisen auch für unser Immunsystem, indem es die Produktion von Immunzellen unterstützt.
Wodurch entsteht ein Eisenmangel?
Unausgewogene Ernährung und radikale Abnehm-Programme werden häufig für einen Eisenmangel verantwortlich gemacht. Aber nicht nur Menschen, die mit ihrer Ernährung wenig Eisen aufnehmen, laufen Gefahr einen Mangel auszubilden, auch eine ungünstige Kombination von Lebensmitteln kann die Eisenaufnahme behindern.
Ungeeignet für eine optimal Eisenaufnahme sind Lebensmittel mit hohem Kalzium- Oxalsäure- Phosphat- und Polyphenolgehalt, wenn sie zeitgleich verzehrt werden!
Dazu zählen z.B. Milchprodukte, Kaffee, Tee, Kakao, Rhabarber, Rotwein aber auch Lebensmittel, denen bei der Verarbeitung Phosphat zugesetzt wurde, wie zu Beispiel Softdrinks, abgepackte Wurst- und Käsewaren, vor allem Streich- und Schmelzkäse, Fertigprodukte in Dosen und gefrostet u.v.m.
Diese Lebensmittel sollten daher mit einer Zeitverzögerung von mindestens 1 Stunde zu eisenhaltigen Lebensmittel konsumiert werden.
Welche Symptome zeigen sich bei Eisenmangel?
- Kopfschmerzen
- Müdigkeit und Schlafstörungen
- Schwächegefühl und Abgeschlagenheit
- Konzentrationsstörungen und Energiemangel
- vermehrtes Herzrasen
- Kurzatmigkeit bei Belastung
- blasse, rissige Haut, auch an den Fußsohlen
- brüchige Nägel mit Verformung, sog. Hohlnägel
- rissige Mundwinkel
- brennende Zunge (Plummer-Vinson-Syndrom)
- Haarausfall
Welche Lebensmittel enthalten Eisen?
Eisen ist nicht gleich Eisen! Der Unterschied liegt daran, ob das Eisen aus tierischen (Hämeisen) oder aus pflanzlichen (Nicht-Hämeisen) Quellen stammt.
Grundsätzlich kann der Körper beide Eisenarten verwerten. Während tierisches Eiweiß über den Darm aufgenommen wird, muss das pflanzliche durch die Einwirkung von Magensaft umgewandelt werden.
Eisenreiche tierische Lebensmittel:
- rotes Muskelfleisch
- Leber
- Rotbarsch
- Hering
Eisenreiche pflanzliche Lebensmittel:
- dunkle Beeren
- Aprikosen getrocknet
- Bananen
- Datteln
- Cashewkerne
- Haselnüsse
- Pistazien
- Kürbiskerne
- Sesamsamen
- Sonnenblumenkerne
- Haferflocken
- Schwarzwurzel
- Bohnen
- Kichererbsen
- Linsen
- Erbsen
- grüne Gemüsesorten
- Brokkoli
- Spinat
- Mangold
- Pilze
Wie kann einem Eisenmangel vorgebeugt werden?
Der Körper kann natürliches Eisen aus der Nahrung optimal aufnehmen, wenn zeitgleich Vitamin C-haltige Lebensmittel gegessen oder getrunken werden.
So empfiehlt es sich beispielsweise dem Salat einige Apfel- oder Birnenwürfel, Orangenscheiben oder Erdbeeren hinzuzugeben oder zu den Mahlzeiten ein Glas Zitronenwasser oder Orangensaftschorle zu trinken. Auch ein Salat Dressing, das mit etwas Zitronensaft zubereitet wird, begünstigt die Eisenaufnahme.
Eine gute Idee ist es auch, Fleisch mit Vitamin C reichem Gemüse zu verzehren und Fisch mit Zitronensaft zu beträufeln. Vegetariern und Veganern wird empfohlen, eisenhaltige Gemüse und Getreide mit Vitamin C haltigem Obst aufzuwerten.
Welche Rolle spielt die Aroniabeere für die Zufuhr von Eisen?
Aroniabeeren haben einen im Vergleich zu anderen dunklen Beeren hohen Eisengehalt und beinhalten gleichzeitig Vitamin C, welches die Aufnahme des Eisens im Körper begünstigt. Zur Vorbeugung und Erhaltung eines guten Eisenspiegels sind Produkte aus der Aroniabeere deshalb sehr zu empfehlen. Da Aroniabeeren aber auch hochwertige sekundären Pflanzenstoffe aus der Gruppe der Polyphenole enthalten, empfehlen wir den Genuss der Produkte mit einem zeitlichen Abstand von etwa einer Stunde zu eisenhaltigen Lebensmitteln.