Newsletter vom 01.03.2026 "Frühjahrskur mit Löwenzahn"
wer mit der Natur lebt und sie beobachtet, kann feststellen, dass genau zum richtigen Zeitpunkt auch immer das „richtige Kraut“ für unsere Bedürfnisse wächst. Wenn ab Anfang März die ersten Löwenzahnblätter wieder sprießen, können wir die jungen, schmackhaften Blätter optimal für eine Stoffwechselkur und Leberreinigung nutzen.
Sammeln kann man die gezackten grünen Blätter am besten auf ungedüngten Wiesen und Wanderwegen, die idealerweise fern ab von stark befahrenen Straßen liegen. Wer zum selbstsammeln keine Zeit oder Freude hat findet kultivierte Löwenzahnblätter auch auf Wochenmärkten, in italienischen und türkischen Läden und Bioläden, oder greift alternativ zu getrockneten Löwenzahnblättern die es in Reformhäusern, Drogeriemärkten und Kräuterhäusern zu kaufen gibt.
Löwenzahn in der Phytotherapie
Phytotherapie ist die Heilung, Linderung und Vorbeugung von Krankheiten und Beschwerden durch Arzneipflanzen.
Der von vielen Gärtnerinnen und Gärtnern abfällig nur als „Unkraut“ bezeichnete Löwenzahn ist eine Heilpflanze und vielseitig einsetzbar. Sein Wirkspektrum wurde schon in der Klostermedizin vor vielen Jahrhunderten schriftlich festgehalten. Heute ist der Löwenzahn fester Bestandteil der modernen Phytotherapie und genießt die volle Anerkennung bei naturheilkundlich arbeitenden Therapeuten.
Eigenschaften und Wirkung von Löwenzahnblättern
Ein Teeaufguss aus frischen oder getrockneten Blättern, wirkt harntreibend, das fördert das Durchspülen der Harnwege, wirkt stoffwechselanregend und unterstützt beim Abnehmen. Die enthaltenen Bitterstoffe wirken verdauungsfördernd, lindern Magen-Darm-Beschwerden, Völlegefühl und Blähungen. Sie entlasten die Leber und fördern den Gallenfluss, das ist wichtig für eine gute Fettverdauung.
Löwenzahnblätter sind zudem reich an Vitamin C, Provitamin A und Vitamin K, Kalium, Magnesium und Eisen sowie an Polyphenolen.
Worauf bei der Verwendung von Löwenzahntee zu achten ist
Löwenzahn zählt zu der Pflanzenfamilie der Korbblütler, daher könnte die Verwendung von Löwenzahnzubereitungen bei bestehender Allergiebereitschaft zu Kreuzallergien führen. Wer an chronischen Erkrankungen der Nieren leidet muss auf die Einnahme von Löwenzahnprodukten verzichten.
Langzeitanwendungen von mehr als 1 Liter Löwenzahntee pro Tag können in seltenen Fällen bei empfindlichen Menschen zu Magenreizungen führen. Wie bei allen Heilkräutern sollte die Anwendung Kur mäßig für 2-3 Wochen nicht überschreiten. Es liegen keine Untersuchungen für die Anwendung von Löwenzahnblättern und Löwenzahntee während der Schwangerschaft und Stillzeit vor, deshalb sollte deren Verwendung vorab immer mit den behandelnden Medizinern oder Hebammen abgesprochen werden.
Anwendung von frischen Löwenzahnblättern
Die jungen und zarten grünen Blätter eignen sich hervorragend als Zugabe in Salaten, Eintöpfe und Suppen. Auch als Grundlage für ein Pesto können die Blätter verwendet werden. Wer bittere Gemüse mag, der sollte junge Löwenzahnblätter unbedingt einmal in Butter oder Olivenöl gedünstet probieren, das ist nicht nur ein Gaumenschmaus, sondern liefert eine nennenswerte Menge an wertvollen Bitterstoffen, die den Körper beim Entgiften und Entschlacken unterstützen.
Der "mehr Gesundheit für mich" Tipp:
Während einer Frühjahrskur spielen die Bitterstoffe eine besonders wichtige Rolle. Auch in der Aroniabeere sind viele wertvolle Bitterstoffe enthalten. Wer täglich sein kleines Stamperl Bio Aroniasaft trinkt, tut schon viel Gutes für seinen Körper. Ratsam ist es, die Menge an Bio Aronia Saft oder Bio Aroniapulver für 2-3 Wochen zu erhöhen, um die Zufuhr an Bitterstoffen während der Frühjahrskur zu erhöhen.
Wir empfehlen Ihnen als Entschlackungstrunk die Zubereitung eines leichten Tees aus 5 frischen, kleingeschnittenen oder 1 Teelöffel getrockneten Löwenzahnblättern, die mit 1 Liter kochendem Wasser aufgegossen werden und nicht länger als 5 Minuten ziehen sollten. Anschließend den Tee abkühlen lassen und mit 100 ml Bio Aroniasaft mischen. Der Trunk sollte schluckweise über den Tag verteilt und immer 20 Minuten vor einer Mahlzeit getrunken werden.